Neue Ausstellung „An der Grenze erschossen. Erinnerung an die Todesopfer des DDR-Grenzregimes in Sachsen-Anhalt“
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Mit der Eröffnung am 26. Juli erwartet die Schlossbesucher eine neue Ausstellung, die bis einschließlich 3. September Mittwochs bis Sonntags in der Zeit von 10 bis 16 Uhr besichtigt werden kann. Der Eintritt ist kostenfrei.
Die Ausstellung wurde von der Behörde des Landesbeauftragten erarbeitet. Sie zeigt auf zehn Tafeln die Funktionsweise des DDR-Grenzregimes und erinnert an die insgesamt 75 Menschen, die an der 343 km langen ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen gewaltsam zu Tode kamen.
Der „Eiserne Vorhang“ trennte Deutschland und Europa, Städte, Dörfer und Landschaften, Freunde und Familien länger als 40 Jahre. Mit Hilfe eines perfide ausgeklügelten Grenzregimes aus Stacheldrahtzäunen, Bodenminen, Selbstschussapparaten und Hundelaufanlagen sperrte die SED-Diktatur die Menschen ihres Landes ein. Die Friedliche Revolution von 1989 erreichte schließlich die Öffnung der Grenze und ebnete den Weg zur Deutschen Einheit.
Während der Teilung Deutschlands wurde das Grenzgebiet zu einem Rückzugsort von seltenen Tier- und Pflanzenarten. 2019 beschloss der Landtag von Sachsen-Anhalt das Gesetz „Nationales Naturmonument Grünes Band – vom Todesstreifen zur Lebenslinie“.
