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Von Blankenburg aus die Wälder retten – Initiative stößt mit zweitem Future Forest Forum auf große Resonanz bei Gründern und Investoren

Die Gründer der Future Forest Initiative Wolf Goertz (links) und Marcus Plättner (rechts) mit Wirtschaftsminister Sven Schulze und Nikola Steinbock, Vorstandssprecherin der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

Als Ideenschmiede gestartet, macht die Future Forest Initiative von Blankenburg aus ernst. Bei ihrem jüngsten Treffen auf dem Großen Schloss konnten sich bundesweit agierende Start-ups unter anderem mit Investoren vernetzen, um ihre innovativen und nachhaltigen Konzepte für die Wälder der Zukunft umzusetzen.

Die Adresse Großes Schloss 1 in Blankenburg ist aktuell wohl die erste Adresse in Deutschland, wenn es um innovative und nachhaltige Projekte für die Wälder der Zukunft geht. Denn dort hat die Future Forest GmbH & Co. KG ihren Sitz, die sich auf Initiative von Harzer Unternehmern und Waldbesitzern gegründet hat. Einer der Mitinitiatoren ist Marcus Plättner, Unternehmer in Blankenburg, der mit seinen Mitstreitern nun zum zweiten Future Forest Forum in die Stadt eingeladen hatte und auf ein riesiges Echo stieß. Rund 250 Teilnehmer konnten während des dreitägigen Treffens ihre Visionen für die europäischen Wälder in vielfältigen Formaten teilen, diskutieren und weiterentwickeln. Ziel der jährlich stattfindenden Veranstaltung ist es, mit Hilfe von Gründern, Start-ups, Wissenschaftlern, Investoren sowie der etablierten Wirtschaft, neue Innovationen zu finden, zu fördern und voranzutreiben. Sie wird dabei als Schlüsselpartner unterstützt von der Landwirtschaftlichen Rentenbank und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

„Ich freue mich sehr, dass wir das Future Forest Forum in diesem Jahr als länderübergreifendes Veranstaltungsformat etablieren konnten. Dafür beziehen wir vielfältige Partner aus der Region in unsere Aktivitäten ein, zum Beispiel Hochschulen, Unternehmen, Forsteinrichtungen und die Kommunen“, zog Marcus Plättner ein überaus positives Fazit. Darüber habe das Forum Vertreter aus ganz Deutschland und Europa durch das einzigartige Programm und Netzwerk ins Große Schloss Blankenburg gelockt: „In Zukunft werden wir unsere internationalen Kontakte weiter ausbauen, denn leider steht fest -das Waldsterben ist ein globales Problem. Wir haben jedoch mit dem Future Forest Forum die Chance, jetzt und hier in Blankenburg Lösungen zu fördern, die weltweit ihren Einsatz finden“, ist der Unternehmer überzeugt.

Laut Mitteilung der Initiative habe sie sich bereits im zweiten Jahr als Anziehungspunkt für ein dynamisches Netzwerk aus Start-ups, Waldbesitzern, Unternehmern, Wissenschaft und Investoren gezeigt. So regten unter anderem der Bestsellerautor Gunter Dueck und der bekannte Naturfilmer Andreas Kieling zu Diskussionen an. Weitere Punkte zu den Herausforderungen und Lösungsansätzen für die Wälder der Zukunft boten Waldexkursionen mit Innovationsvorführungen, Gemeinschaftsarbeiten und interaktive Workshops.

Davon zeigte sich auch Nikola Steinbock, Vorstandssprecherin der Landwirtschaftlichen Rentenbank, beeindruckt: „Das Future Forest Forum hat mich in vielerlei Hinsicht begeistert. Spannende Impulse und Workshops in Kombination mit aufschlussreichen Gesprächen haben verdeutlicht, dass die Bereitschaft für pragmatische und innovative Lösungen durch die Future Forest Initiative stark vorangetrieben wird“, wird sie in einer Pressemitteilung zitiert.

Sie sei zuversichtlich, dass dieses Format dazu beitrage, gemeinsame Lösungen für das Ökosystem Wald zu finden und in die Tat umzusetzen. „Denn nur mit innovativen Start-ups, visionären Ideen und engagierten Menschen können die Herausforderungen des Waldes gemeistert werden. Wir freuen uns, als Förderbank aktiver Teil der Future Forest Initiative zu sein und die vielen guten Ideen zur Rettung des Waldes unterstützen zu können“, erklärte sie. Gabriel von dem Bussche, selbst Waldbesitzer und sogenannter Business Angel, der jungen Unternehmen mit Kapital und Know-How beim Start hilft, ergänzte: „Das Future Forest Forum zeichnet sich insbesondere als freier Denkraum aus, in dem man ohne Hemmnisse auch zu nächst seltsame und unrealistisch erscheinende Ideen zur Diskussion bringen kann. Dadurch können neue, fortschrittliche Lösungen entstehen. Insbesondere die beeindruckende Kulisse des Großen Schlosses Blankenburg beflügelt dabei die kreative Ideenentwicklung.“

Dass es aber nicht nur bei Ideen blieb, dafür sorgte im Vorfeld ein sogenannter „Innovation Sprint“ mit acht von der Future Forest Initiative geförderten Start-ups. Dieses Format war laut Mitteilung Teil des ersten europäischen Accelerator-Programms im Themenfeld Wald und Klima. „Dabei konnten innovative Green-Start-up-Gründer wertvolles Feedback von erfahrenen Mentoren einsammeln und umsetzen“, hieß es. Damit würden neue Geschäftsmodelle rund um Wald und Forst deutlich schneller für den praktischen Einsatz geschärft.

Der „Future Forest Innovation Sprint“ endete mit einem Investorendinner im Schlosshotel Blankenburg. Dort hätten die Gründer im direkten Austausch mit potenziellen Investoren und verschiedenen Kundengruppen wertvolle Kontakte für ihre weiteren Unternehmensschritte aufbauen sowie erste Investmentverhandlungen führen können. Als Ehrengast verwies Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) auf die Notwendigkeit von Start-up-Innovationen zur Begegnung der Herausforderungen des Klimawandels.

Weitere Informationen im lnternet unter www.futureforest.de

Autor: Jens Müller, Harzer Volksstimme vom 27.8.2022